Eier kochen
Eier werden für viele salate benötigt - natürlich für Eiersalate, aber auch für viele Kartoffelsalate, Nudelsalate, Geflügelsalate und einige Heringssalate werden gekochte Eier benötigt.
Eier kochen - eine Wissenschaft
Eier kochen kann eine recht komplizierte Angelegenheit sein, insbesondere, wenn es um ein weiches Frühstücksei sein soll. Denken Sie nur an "Das Frühstücksei" von Loriot. Beginnend mit der schlichten Feststellung "Das Ei ist hart" entwickelt sich ein längerer Disput, der ausgehend von der Frage, wie lange das Ei kochen sollte und wie die Zeit zu messen ist, schließlich in der Ankündigung eines Gattinnen-Mordes gipfelt.
Bei der Zubereitung von Eiern für Salate sind derlei Verwicklungen eher auszuschließen - schliesslich werden für Salate in aller Regel hartgekochte Eier, also die leichter zu bewerkstelligende Variante an gekochtem Hühnerprodukt benötigt.
Eier ins kalte oder kochende Wasser ?
Ob die rohen Eier bereits ins kalte Wasser gegeben werden oder erst wenn es kocht, ist eigentlich egal. Die Methode, die Eier ins kalte Wasser zu geben, hat aber einige Vorteile.
Zum ersten kann beim Einlegen ins sprudelnde Wasser die Schale des Eies platzen, insbesondere wenn man wie ich zu bequem ist, einen Eier-Pieker zu benützen. Zweitens verringert sich die Gesamtkochzeit, wenn die Eier von Beginn an mitkochen.
Drittens bevorzuge ich zumindest bei hartzukochenden Eiern die Variante "Erst Eier in den Topf und dann Wasser". Andernfalls ist meist zuviel Wasser im Topf oder man muß sogar Wasser abgießen, wenn es überzulaufen droht.
Kochzeit für hartgekochte Eier
Also eine immer und unter allen Umständen gültige Regel gibt es eigentlich nicht. Aber für Eier handelsüblicher Größe (also M bzw. L) sollten 6-7 Minuten ausreichen, wenn man sie von beginn an mitkocht, also ins kalte Wasser einlegt.
Eier nach dem Kochen abschrecken ?
Eier sollen sich besser, sprich leichter abpellen lassen, wenn man sie nach dem Kochen sofort abgießt und mit kaltem Wasser abspült, also abschreckt.
Allerdings hat sicher jeder schon einmal die Erfahrung gemacht, daß sich auch noch so fix und gewissenhaft abgeschreckte Eier beim besten Willen nicht von der Schale lösen wollen. Und umgekehrt läßt sich manches Ei, was nicht abgeschreckt wurde, dennoch gut pellen. Also kanns am abschrecken wohl allein nicht liegen.
Wie gut sich ein Hühnerei pellen läßt, hängt vielmehr von seinem Alter ab - ganz frische, eben erst gelegte Eier lassen sich schlechter abpellen als etwas ältere Eier. Aus dem frisch gelegten Ei (genauer aus dem Eiweiß bzw. Eiklar) entweicht nach und nach Kohlendioxid, was den ph-Wert desselben allmählich ansteigen läßt. Erst mit steigendem ph-Wert läßt sich das Ei leicht von der Schale lösen. - Wenn es also einmal mit dem Eierpellen so garnicht gehen will, liegts vielleicht daran, daß besonders gute, weil frische Eier im Topf gelandet sind.
Naja, auf das abschrecken verzichte ich denn trotzdem nicht, einfach aus Gewohnheit und vielleicht hilfts ja doch.