Süßdolde oder Myrrhenkerbel
Die Süßdolde oder der Myrrhenkerbel ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Süßdolde ist eine etwa 60–150 cm große ausdauernde Staude, deren Blätter sehr früh (nach dem Frost im zeitigen Frühjahr) erscheinen. Die Süßdolde blüht dann im späten Frühjahr.
Ihren Ursprung hat die Süßdolde in Südeuropa, von den Pyrenäen bis zum Balkan, heute ist sie dagegen vorwiegend in Nord- und Mitteleuropa anzutreffen. In Skandinavien ist die Süßdolde wegen Ihrer weitgehenden Kältetoleranz beliebt, wodurch sie beinahe das ganze Jahr hindurch als wohlschmeckendes Würzkraut frisch zur Verfügung steht.
Süssdolde - Verwendung in der Küche
In Skandinavien verwendet man Samen und Stengel der Süßdolde wegen Ihrer natürlichen Süße gerne zum Würzen von Kompott. In Deutschland dagegen hat die Süßdolde heute nur noch eine geringe Bedeutung in der Küche.
Auch die Blätter der Süßdolde sind essbar und können vom frühen Frühjahr bis in den späten Herbst geerntet werden. Die im Herbst (wenn sie hart geworden sind) zu erntenden Samen der Süßdolde werden als Gewürz verwendet.
Wegen ihres Aromas ist die Pflanze auch im Austausch für Anis oder Fenchel einsetzbar. Wenn einen der etwas aufdringlichere Geschmack nicht stört, können Süßdoldenblätter auch statt Kerbel oder Minze zum Garnieren verwendet werden.