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Rosmarin in der Küche

Rosmarin

Rosmarin ist besonders in der mediterranen Küche, also der Küche des Mittelmeerraumes, ein unverzichtbares Gewürz.

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch dessen Name sich vom lateinischen ros marinus herleitet und bedeutet „Tau (ros) des Meeres (marinus)“, also „Meertau“. Für diesen Namen wird als Begründung oft die Tatsache genannt, daß der Rosamarinstrauch vor allem an den Küsten des Mittelmeerraumes beheimatet ist und sich nachts der Tau in seinen Blüten sammelt. Diese blassblauen, etwas filtigen Blüten können übrigens über das ganze Jahr entstehen.

Die schmalen, fast nadelförmigen, 1 bis 4 Zentimeter langen Blätter des Rosmarin-Strauches duften intensiv aromatisch, leicht kampferartig. Der Geschmack von Rosmarin ist pikant - leicht süßlich und zugleich bitter-würzig und etwas harzig.

An den Küsten des nördlichen Mittelmeeres (Portugal bis Kleinasien) sowie am Schwarzen Meer wächst Rosmarin auch als Wildpflanze (Wilder Rosmarin). Rosmarin als Kulturpflanze wird außer in den Mittelmeerländern heute auch verstärkt in England und Nordamerika (USA und México) kultiviert. Rosmarin wird auch in Deutschland häufig als Zier- und Gewürzpflanze im Kräutergarten angebaut.

Rosmarin ist eine sehr alte Kulturpflanze, er wurde bereits im alten Ägypten, sowiw im antiken Griechenland und von den Römern - auch wegen seines würzigen, an kostbares Weihrauch erinnernden Duftes - verwendet.

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Rosmarin in der Küche

Rosmarin ist heute in vielen westeuropäischen Ländern beliebt, am verbreitetsten ist Rosmarin jedoch in den Mittelmeerländern, besonders Italien und Südfrankreich (Provence). Rosmarin ist auch Bestandteil der herbes de provence (Kräuter der Provence), einer französischen Kräutermischung, die neben Rosmarin auch Thymian, Lorbeer, Lavendel, Bergbohnenkraut, Oregano und Salbei enthält. Weniger verbreitet ist die Verwendung von Rosmarin in Griechenland.

Während viele Blattgewürze und Küchenkräuter nicht lange mitgekocht werden sollten, verträgt Rosmarin auch längeres Kochen problemlos. Auch gehört Rosmarin zu den Gewürzen, die getrocknet stärker als frisch schmecken - Rosmarin als eines der stärksten Blattgewürze muß sehr vorsichtig dosiert werden, um einen unangenehmen parfümierten Geschmack der Gerichte zu vermeiden. Daher und weil frisch geerntete Blätter oder Zweige des Rosmarin ein reineres Aroma als getrockneter Rosmarin haben, verwenden die meisten Köche bevorzugt frischen Rosmarin, z.B. aus dem eigenen Kräutergarten.

Rosmarin wird für Fleisch (insbesondere Geflügel, aber auch Lamm bzw. Hammelfleisch), Fisch, und Gemüse wie Kartoffeln (Bratkartoffeln mit Rosmarin), gebratenen Zucchini, Tomaten und Auberginen (Auberginenragout), Hülsenfrüchten und Minestrones zum würzen verwendet. Auch Salate aus den genannten Zutaten können durch Rosmarin eine pikante Note erhalten. Besonders in der italienischen Küche ist Lammfleisch ohne Rosmarin kaum vorstellbar und Geflügelfleisch wird vor dem Grillen gern mit Rosmarinzweigen umwickelt. Auch wird empfohlen, etwas Rosmarin auf die Glut beim Grillen zu streuen. Einige Köche empfehlen auch die Kombination von Rosmarin mit Äpflen, z.B. zum aromatisieren von Apfelmarmelade oder -gelee.

Andere traditionell italienische Kräuter wie Salbei, Thymian, Estragon vertragen sich gut mit Rosmarin.

Rosmarin wurde zeitweilig auch als Bitterstoff im Bier verwendet und ist daneben auch als Duftplanze und Heilpflanze, z.B. als Ätherisches Rosmarinöl in Gebrauch.