Bachbunge
Die Bachbunge (Veronica beccabunga), auch als Pferdekresse und in manchen Gegenden als Bach-Ehrenpreis bezeichnet, ist eine einheimische Wildpflanze, die besonders an nährstoffreichen fleißenden Gewässern, wie kleinen Bächen und Gräben vorkommt. Ihr Vorkommen erstreckt sich von Mitteleuropa ausgehend bis in den Mittelmeer-Raum. Auch im den gemäßigten Klimaregionen Asiens oder Nordamerikas ist die Bachbunge anzutreffen.
Will man die Bachbunge im heimischen Kräuter-Garten pflanzen, sie sollte man ihr ein feuchtes und schattiges Plätzchen, am besten nahe fließendem Wasser oder am Rand des Gartenteichs gewähren. Dort kann sie zusammen mit Brunnenkresse, Wasserminze oder Wiesenschaumkraut stehen.
Bachbunge als Würzkraut
Die Blätter und jungen Triebe der Bachbunge besitzen einen mild-würzigen Geschmack und enthalten reichlich Vitamin C. Sie lassen sich gut zu Salaten und Gemüsegerichten wie Mischgemüse verwenden. Auch für Kräuterquark und Frischkäse sowie in Teilfüllungen für Pasteten oder Maultaschen eignet sie sich. Besonders im Winter, wenn viele andere Kräuter frisch nicht zur Verfügung stehen, sind die Blättchen der Bachbunge eine willkommene Abwechslung.
Bachbunge als Wildkraut sammeln
Wer Bachbungenblätter in der Natur sammeln möchte, sollte nicht an überdüngten Bächen sammeln und an einen möglichen Parasiten-Befall denken und möglichst am Oberlauf des Baches sammeln. Generell kann man dunkelgrünen Blättchen der Bachbunge während der ganzen Wachstumsperiode sammeln. Zum Trocknen muß man sehr sorgfältig vorgehen, da die fleischigen Blätter reichlich Feuchtigkeit speichern. Besser ist es, die Pflanze frisch zu verwenden oder sie eventuell einzufrieren.