Ackerlauch (Sommerknoblauch)
Der Ackerlauch oder Sommerknoblauch ist eine wild wachsende Gewürzpflanze und Heilpflanze. Ackerlauch zählt zu den Zwiebelgewächsen. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Ackerlauchs erstreckt sich über Südeuropa, Nordafrika und den Nahen Osten. Ackerlauch wächst zwei- bis mehrjährig als kräftige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 170 cm.
Ackerlauch gilt als die Urform vieler Nutzpflanzen, wie Lauch (Porree), Perlzwiebeln, Elefantenknoblauch (Riesenknoblauch mit bis zu 500g schweren Knollen, hat allerdings einen deutlich milderen Geschmack als echter Knoblauch) und Kurrat (Ägyptischer Lauch,der als Gemüse oder Salat gegessen wird).
Würzen mit Ackerlauch
Wie auch andere Pflanzen der Gattung Allium, kann Ackerlauch wegen seiner Inhaltsstoffe und seines knoblauchähnlichen (aber milderen) Aromas als Gewürz genutzt werden und wird dabei auch ähnlich wie Knoblauch eingesetzt. Verwendet werden beim Ackerlauch in erster Linie die Knollen, die zwischen zwei und sechs Zentimeter gross werden. Man kann die Knollen des Ackerlauchs roh zu Salaten oder z.B. zu Weißkäse (Quark) verwenden, oder mitkochen zu Suppen, Eintöpfen und Fleischgerichten - ähnlich wie Zwiebeln oder Knoblauch.
Auch die Blüten des Ackerlauchs sind eßbar, sollten aber sparsam als Gewürz verwendet werden. Brutzwiebeln des Ackerlauchs schmecken zart nach Knoblauch und eignen sich sehr gut für Salate.
Als Heilpflanze werden ihm desinfizierende und verdauungsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Der Geschmack und das Aroma des Ackerlauchs sind milder als bei Zwiebel und Knoblauch.