Grundregeln beim Würzen
Nie direkt aus der Dose
Auch wenn es zunächst praktisch erscheint - streuen sie Gewürze nie direkt aus dem Gewürzstreuer in kochende Speisen. Durch die aufsteigenden Dämpfe gelangt Feuchtigkeit in den Streuer und damit an die Gewürze. Diese verlieren dadurch schneller an Würzkraft und können im schlimmsten Fall verderben.
Besser ist es, Gewürze aus dem Streuer zunächst auf einen kleinen Teller zu streuen und sie erst dann an die Speisen zu geben. Diese Methode hat noch einen weiteren Vorteil: sie bewahrt sie davor, Ihre Soße oder was auch immer unbeabsichtigt zu verderben. Viele Gewürzstreuer haben geteilte Deckel mit unterschiedlich großen Öffnungen. Haben Sie nun zuviel Gewürz auf dem Teller, etwa weil sie versehentlich die falsche Deckelseite geöffnet haben, ist das noch kein Problem. Ist dieselbe Menge Gewürz aber direkt in die Speise gelangt, ist sie nicht mehr zurückzuholen und das Essen meist verdorben.
Ganze Gewürze
Die meisten Gewürze werden gemahlen verwendet. Das bedeutet aber nicht, daß sie auch gemahlen eingekauft und gelagert werden sollten. Beim Pfeffer verwenden viele ganz selbstverständlich eine Pfeffermühle, um ganze Pfefferkörner erst unmittelbar bei der Zubereitung zu mahlen.
Aber auch andere Gewürze wie Muskatnuss, Nelken, Kümmel und viele andere sollten für die Verwendung im Haushalt besser nicht gemahlen gekauft werden, sondern erst bei Bedarf zerkleinert werden. Für die Muskatnuss wird dazu eine kleine Reibe (Muskatreibe) verwendet, Nelken, Kümmel, Koriander und andere Gewürze lassen sich im Mörser zerkleinern. Frisch zerkleinerte Gewürze haben einfach ein wesentlich intensiveres Aroma.