Gewürze & Geschichte
Gewürze spielten im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit eine ebenso bedeutende wirtschaftliche und politische Rolle wie heute das Erdöl. Sie waren extrem wertvoll - sie wurden nicht nur zum Würzen benötigt, sondern auch als Konservierungsstoffe und waren Grundlage für viele Arzneimittel dieser Zeit.
Der Handel mit Gewürzen, speziell aus Asien, war daher ein einträgliches Geschäft, durch das zunächst vor allem arabische Staaten und die norditalienischen Stadtstaaten, später aber auch die Kolonialmächte, reich wurden. Ihre Monopolstellung versuchten sie auch mit Waffengewalt zu verteidigen. Die Erschließung des Seewegs von Europa zu den Inseln Hinterindiens ab dem 15. Jahrhundert, war der Beginn der europäischen Expansion. Früher war Pfeffer so wertvoll, dass er mit Gold aufgewogen wurde. Die teuersten Gewürze heute sind: Safran, gefolgt von Vanille und Kardamom.